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Schmerzen als Wegweiser - Was uns unser Körper sagen möchte

  • Sabine Bindszus
  • 15. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Dez. 2025


Schmerzen sind keine Feinde. Sie sind auch keine "Fehlfunktionen". Auf der spirituellen Ebene sind sie Botschafter, und zwar oft die letzten, die noch gehört werden.


Viele Betroffene sagen:


"Ich verstehe nicht, warum ich Schmerzen habe. Die Ärzte finden nichts."


Spirituell betrachtet ist oft genau das der Punkt. Der Körper beginnt zu sprechen, wenn Worte, Gefühle oder innere Bewegungen lange keinen Raum hatten. Schmerz ist Energie, die nicht mehr frei fließen kann - aus Schutz.



Was Schmerzen uns mitteilen wollen


Hier stimmt etwas nicht - schau mal hin.


Schmerz generiert Aufmerksamkeit. Er zwingt uns, langsamer zu werden, hinzuspüren und präsent zu sein.


Viele Menschen mit chronischen Schmerzen sind


  • äußerst pflichtbewusst

  • sehr anpassungsfähig

  • stark im Aushalten.


Der Körper sagt irgendwann: "Ich trage das nicht mehr allein."



Unterschiedliche Schmerzarten - unterschiedliche Botschaften


Muskelschmerzen


Oft verbunden mit


  • Überanspannung

  • innerem Druck

  • einem Gefühl von "Ich muss stark sein."


Typisches inneres Erleben:


"Ich darf mich nicht fallen lassen."

"Wenn ich locker lasse, bricht alles zusammen."


Der Schmerz hält Spannung, weil Loslassen sich (noch) unsicher anfühlt.


Gelenkschmerzen


Gelenke stehen für Beweglichkeit, Übergänge, Richtungswechsel.


Mögliche Themen dahinter:


  • Festhalten an alten Haltungen

  • Angst vor Veränderung

  • innere Starrheit ("So bin ich eben.")


Das Empfinden ist oft:


"Ich stecke fest."

"Ich weiß, dass sich etwas ändern müsste, aber ich kann (oder will) noch nicht."


Nervenschmerzen


Sehr feine, oft schwer erklärbare Schmerzen, wie sie besonders bei feinfühligen Menschen auftreten. Sie haben fast immer mit Überreizung, Grenzthemen und innerer Alarmbereitschaft zu tun.


Spirituell betrachtet:


  • zu viel auf einmal

  • fehlende Abgrenzung

  • alte Schock-Erfahrungen oder langes "Durchhalten".


Der Körper fühlt sich an wie


"Ich bin ständig auf Empfang."

"Es ist mir alles zu viel, aber ich funktioniere weiter. Es muss ja..."



Ein besonderer Blick auf die Wechseljahre


Viele Frauen erleben in den Wechseljahren vermehrt Muskel- und Gelenkschmerzen. Der Körper befindet sich in einer Zeit des Übergangs: Alte innere Haltungen, Rhythmen und Rollen verlieren an Halt, während neue noch nicht vollständig spürbar sind.


Gelenke stehen für Beweglichkeit und Anpassung. Sie machen Übergänge möglich. Wenn sie schmerzen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass Veränderung ansteht, die Zeit braucht und Nachsicht.


Muskeln hingegen tragen, halten und spannen. In den Wechseljahren melden sie sich oft im Zusammenhang mit langem Durchhalten oder dem Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse. Der Körper beginnt, ehrlich zu werden.


Diese Beschwerden sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck eines tiefen inneren Wandels und einer Einladung, sich selbst neu zu begegnen.



Wenn der Körper auf andere Weise spricht


Wenn ein Thema nicht auf einer Ebene gehört wird, sucht es sich eine andere Ausdrucksform. Der Schmerz wandert, verändert sich, taucht woanders wieder auf. Er tut das nicht, um zu ärgern, sondern weil die zugrunde liegende Information noch nicht integriert ist.


Wenn ein Schmerz auftaucht, sind wir oft sofort auf der Suche nach einer Erklärung oder einer Lösung. Eine andere Möglichkeit ist, in Kontakt zu gehen: Eine Hand auf die schmerzende Stelle. Ein paar ruhige Atemzüge. Kein Ziel. Vielleicht verändert sich nichts. Vielleicht wird es nur ein wenig weicher oder klarer. Manchmal reicht es schon, dem Körper zu zeigen: Ich höre dich. Nicht jeder Schmerz trägt sofort eine klare Botschaft. Manchmal ist es nur ein inneres Zeichen, das uns bittet, einen Moment hier zu bleiben und uns zu fragen: Was in uns braucht gerade Raum, Nachsicht oder Entlastung? So wird der Schmerz nicht zum Gegner, sondern zu einem Wegweiser, der uns zurückführt zu uns selbst.



Was Schmerzen nicht wollen


Schmerzen wollen nicht bekämpft, nicht wegmeditiert und auch nicht positiv umgedeutet werden.


Schmerzen wollen gesehen und ernst genommen werden. Sie brauchen einen achtsamen Umgang, damit Entlastung möglich werden kann.


Die tiefere Botschaft hinter vielen chronischen Schmerzen:


"Ich habe zu lange etwas getragen,

was eigentlich gefühlt, gesagt oder verändert werden wollte."


Das können sein:


  • alte Trauer

  • nicht gelebte Wut

  • dauerhafte Selbstüberforderung

  • fehlende Selbstfürsorge

  • die Bedürfnisse der anderen über die eigenen stellen.



Wie eine Begleitung durch mich aussehen kann


Viele Menschen kommen zu mir, weil sie sich Entlastung von ihren Schmerzen wünschen.


In meiner Begleitung geht es darum, Körper, Geist und Seele dabei zu unterstützen, wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zu finden. Gleichzeitig lade ich dazu ein, wieder Vertrauen zu deinem Körper aufzubauen und Wege zu entdecken, wie du dich selbst im Alltag gut unterstützen kannst.


Durch energetische Arbeit und achtsame Präsenz entsteht ein Raum, in dem du dich sicher fühlen und zur Ruhe kommen darfst.


Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit. Deshalb ist jede Begleitung individuell, fein abgestimmt und getragen von dem, was sich im Moment zeigt. Manchmal ist es ein erster leiser Schritt, manchmal ein tiefes Nachnähren. Aber immer geht es darum, sich selbst wieder näherzukommen. Diesen Schritt musst du nicht allein gehen.






 
 
 

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