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Begleitung in Zeiten von Abschied und Trauer

Es gibt Momente im Leben, die alles verändern. Der Verlust eines geliebten Menschen - oder auch eines treuen Haustieres - gehört zu den tiefsten Erfahrungen, die wir im Leben machen können.

 

Wenn wir spüren, dass dieser Abschied näher rückt, gerät vieles in unserem Inneren ins Wanken. Gefühle und Gedanken verändern sich, selbst unser Körper reagiert. Unser Leben verliert plötzlich einen wichtigen Bezugspunkt, eine Konstante, die wegbricht. 

Manche Betroffene fühlen eine tiefe Traurigkeit, andere erleben zunächst eher Leere oder Orientierungslosigkeit. Ängste, kreisende Gedanken, auch Schlaflosigkeit oder ein Druck im Brustraum können Ausdruck dieser inneren Bewegung sein.

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Trauer hat viele Gesichter

 

Neben der Sehnsucht und dem Schmerz können auch Gefühle von Schuld, Enttäuschung oder sogar Wut auftauchen. All diese Empfindungen dürfen da sein. Und jeder Trauernde braucht seine Zeit, um sich auf diese neue Realität einzustellen.  

 

Es kann Tage geben, an denen man sich etwas stabiler fühlt und dann wieder Momente, in denen die Trauer plötzlich mit voller Wucht zurückkehrt. Manchmal wird sie durch kleine Dinge ausgelöst, wie ein Lied, das der Verstorbene immer gern gehört hat, oder einen Geruch, den man mit ihm verbindet. All das gehört zum natürlichen Trauerprozess und zeigt uns, dass unser System Schritt für Schritt versucht, den Verlust in seinem Tempo und auf seine Weise zu begreifen und zu verarbeiten.

 

Oft kann es leichter werden, wenn wir nicht versuchen, gegen das anzukämpfen, was gerade da ist. Wenn wir uns erlauben wahrzunehmen: "So fühlt es sich jetzt an". Auch wenn es schwer ist. 

Die Seelenebene

Neben all den emotionalen und körperlichen Reaktionen berührt die Trauer auch eine tiefere Ebene unseres Seins: unsere Seele.

Viele Menschen spüren in der Zeit des Abschieds und danach eine besondere Sensibilität. Erinnerungen werden lebendiger und Fragen nach dem Sinn des Lebens tauchen auf. Oft entsteht daraus auch ein Bewusstsein für die Verbindung zwischen Leben, Sterben und dem, was darüber hinaus bestehen bleibt.

In vielen spirituellen Traditionen wird der Tod nicht als das Ende verstanden, sondern als Übergang.

 

In meiner Vorstellung ist ein Mensch, der sein Erdenkleid abgelegt hat, nicht einfach weg. Er existiert weiter - nur in anderer Form. Das hat für mich etwas sehr Tröstliches. Natürlich fehlt die Person oder das Haustier hier im Irdischen: seine Stimme, seine Wärme, seine körperliche Nähe. Aber wenn wir uns erlauben weiterzudenken - über den sichtbaren Tellerrand hinaus -, kann sich eine andere Perspektive öffnen.

 

Einige Menschen berichten, dass sie ihre Verstorbenen weiterhin auf verschiedene Weise spüren, z. B. in Träumen, in besonderen Momenten der Stille oder auch in einem Gefühl von Nähe, das sich schwer in Worte fassen lässt.

Vielleicht sind diese Momente ein leiser Hinweis darauf, dass Liebe und Verbundenheit nicht an die physische Form geknüpft sind. Dass das, was zwischen uns bestand, nicht mit dem körperlichen Tod endet, sondern einfach nur seine Form verändert - auf einer Ebene, die wir nicht sehen, aber oft tief im Herzen spüren können.

Den eigenen Körper und die Seele unterstützen

Gerade in Zeiten der Trauer und des Abschieds kann es hilfreich sein, uns bewusst Momente der Ruhe und Zuwendung zu schenken. Jin Shin Jyutsu (Heilströmen) als sanfte wie auch kraftvolle Form der Energiearbeit kann hierbei eine wertvolle Unterstützung sein. 

Viele Betroffene empfinden das Strömen in dieser Lebensphase als wohltuend, weil es ihnen Frieden schenkt und ermöglicht, dass Gedanken zur Ruhe kommen können.  

Einfache Griffe für schwere Momente 

Wenn die Trauer übermächtig wird oder die Gedanken ständig kreisen, halte dafür locker deine Daumen und/oder Ringfinger.

Im Heilströmen stehen der Daumen mit Sorgen/Grübeln und der Ringfinger mit Trauer/Loslassen in Verbindung. Wenn du sie bewusst jeweils für ein paar Minuten locker umschlossen hältst, kann sich dein gesamtes System entspannen und dein Atem wieder freier fließen.

 

Du kannst nur einzelne Finger halten oder auch alle zehn nacheinander. Dabei spielt die Reihenfolge keine Rolle.

 

Es kann auch helfen, die Hände sanft auf den Körper aufzulegen und sich selbst zu spüren: eine Hand mittig aufs Brustbein, die andere Hand auf den Unterbauch. 

 

Ströme dich intuitiv und folge dabei deinen inneren Impulsen. Es darf einfach und leicht sein. 

Näheres zum Heilströmen findest du an dieser Stelle und zum Fingerhalten hier.

Erinnerung bewahren

Viele Betroffene empfinden es als tröstlich, sich in stillen Momenten bewusst zu erinnern. Vielleicht, indem sie eine Kerze anzünden, ein Foto betrachten oder einfach einen liebevollen Gedanken an den Verstorbenen senden. Manche schreiben ihre Eindrücke auf in Form von Briefen oder einem kleinen Erinnerungsbuch. 

Solche kleinen Rituale können helfen, der Trauer einen Platz zu geben und gleichzeitig die Verbundenheit im Herzen zu bewahren.

 

Zum Abschluss

 

Trauer ist kein Zustand, der "überwunden" oder "weggemacht" werden will. Sie ist ein Weg, der sich Schritt für Schritt entfaltet und erst im Gehen entsteht. Und manchmal genügt es, auf diesem Weg nicht allein zu sein.

Wenn du dir in dieser Zeit Unterstützung wünschst, bin ich gern an deiner Seite.

SABINE BINDSZUS - HEILPRAKTIKERIN

Schulze-Delitzsch-Straße 34

01279 Dresden

Telefon: 0172 3522352

E-Mail: info[at]sabinebindszus.com

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